Max-Planck-Institut für molekulare Genetik. (@ MPI für molekulare Genetik, Fotograf: D. Ausserhofer)

Das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPIMG) ist eines der führenden Genomforschungszentren weltweit. Seit Mitte der neunziger Jahre nimmt es bei der Analyse des menschlichen Genoms und der Aufklärung genetischer Krankheitsursachen eine internationale Vorreiterstellung ein. Das Institut beschäftigt sich mit der Analyse des Genoms des Menschen und anderer Organismen. Damit leistet es einen Beitrag zu einem umfassenden Verständnis biologischer Abläufe im Organismus und zur Aufklärung der molekularen Ursachen vieler menschlicher Erkrankungen. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen aller Gruppen des MPIMG ist es, auf molekularem Niveau neue Einblicke in die Entstehung von Krankheiten zu gewinnen, um so zu einer Entwicklung ursachengerechter Behandlungsmethoden beizutragen.

 

Das MPIMG ist in vier eigenständige, eng miteinander kooperierende Forschungsabteilungen unterteilt, die jeweils von einem Direktor geleitet werden. Die Arbeit der einzelnen Abteilungen konzentriert sich auf die Entwicklung des Embryos, die genetischen Ursachen geistiger Behinderung, das funktionelle Zusammenspiel molekularer Netzwerke sowie Mechanismen der genetischen Regulation. Darüber hinaus untersucht eine gesonderte Forschungsgruppe die Entstehung angeborener Skelettfehlbildungen und mehrere selbständige Nachwuchsgruppen bearbeiten eigene Forschungsvorhaben.

 

Ein generelles Markenzeichen des Instituts ist der Einsatz hochmoderner, automatisierter Laborverfahren, die besonders schnelle und umfangreiche Erbgutanalysen erlauben und als technologische Infrastruktur bei internationalen Großforschungsprojekten zur Verfügung stehen. Unter anderem war das Institut an der erstmaligen Entzifferung des menschlichen Erbguts im Jahr 2000, dem Humangenomprojekt, maßgeblich beteiligt.

 

Enge Beziehungen bestehen zwischen dem MPIMG und den Berliner Universitäten. Ein Direktor und ein Forschungsgruppenleiter wurden gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin berufen, die übrigen Direktoren haben Honorarprofessuren an der Freien Universität Berlin inne. Wissenschaftler des MPIMG kooperieren in zahlreichen wissenschaftlichen Projekten mit universitären Wissenschaftlern und beteiligen sich an der universitären Lehre.

 

Das MPIMG beschäftigt zurzeit über 463 Mitarbeiter, darunter 125 Wissenschaftler und 96 Doktoranden.

 

Max-Planck-Institut für molekulare Genetik

 

Ihnestr. 63 - 73

14195 Berlin

Telefon 0 30 . 84 13-0

Mail info(at)molgen.mpg.de

Website www.molgen.mpg.de

 

 

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