Mithilfe dieser Apparatur haben HZB-Forscher im Jahr 2009 die Existenz von magnetischen Monopolen nachgewiesen.

International und Interdisziplinär

 

Das HZB gehört zu den großen deutschen Zentren, die sich der physikalischen Grundlagenforschung widmen. Zum Beispiel den Fragen, wie Magnetismus entsteht und warum manche Stoffe Strom ohne Widerstand leiten (Supraleitung). Mit dem Elektronenspeicherring BESSY II im Südosten Berlins und dem Forschungsreaktor BER II im Berliner Südwesten betreibt das HZB zwei Großgeräte, die nicht nur die hauseigenen Forscher nutzen. Vielmehr erhalten internationale Wissenschaftlergruppen etwa 70 Prozent der verfügbaren Messzeit.

 

Ob Physiker, Chemiker, Biologen oder Materialwissenschaftler – die interdisziplinären Projekte, die sie am Forschungsreaktor und am Speicherring durchführen, sind ein Spiegelbild der weltweiten Forschung. So wurden zum Beispiel historische Gemälde durchleuchtet, die Himmelsscheibe von Nebra untersucht, aber auch Entwicklungsarbeiten an einer Brennkammer der Trägerrakete Ariane durchgeführt. 

 

Forschung für die Solarzellen von morgen

Neben dem Nutzerdienst an den Großgeräten ist die Solarenergieforschung ein zentraler Schwerpunkt des Hauses. Weltspitze ist das HZB bei der Entwicklung von so genannten Dünnschicht-Solarzellen. Ein aktuelles Ranking des Wissenschaftsverlages Elsevier aus dem Jahr 2009 bescheinigt dem Institut Platz drei hinter zwei US-Einrichtungen. Anders als die bekannten bläulich schimmernden Silizium-Scheiben bestehen Dünnschicht-Solarzellen aus einem Trägermaterial wie Glas oder Folie, auf das dünne Schichten eines solaraktiven Materials abgeschieden sind. Diese sind etwa 100-mal dünner als ein menschliches Haar.

 

Damit sich Forschung und Wirtschaft auf diesem Gebiet noch besser austauschen können, hat das HZB gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin das Kompetenzzentrum Dünnschicht- und Nanotechnologie für Photovoltaik Berlin (PVcomB) gegründet. Die beteiligten Partner suchen hier nach Lösungen, um Produkte und Produktionsprozesse zu optimieren. Solarzellen der nächsten Generation sollen so noch effektiver und preisgünstiger werden. Außerdem wird im PVcomB der dringend benötigte, hochpezialisierte Nachwuchs ausgebildet.

 

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

 

Hahn-Meitner-Platz 1
14109 Berlin

www.helmholtz-berlin.de

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